Basil, der von uns nur Silchen genannt wurde, war das neue Partnertier für Al Capone, nachdem Bonnie verstorben war. Die Zusammenführung der beiden war ein Träumchen. Zweimal durchs Gehege gejagd und kurz darauf wurde aus einem Napf gefuttert. So muss das sein.

Silchen mit Al Capone

Und aber diesem Zeitpunkt waren beide ein Herz und eine Seele. Silchen war zwar größer als Al Capone, aber er war eindeutig der größere Schisser. Wenn es etwas Neues zu erkunden gab, hat er sich erstmal dezent im Rückraum aufgehalten. Die Buddelkiste, die wir beiden immer mal wieder ins Gehege gestellt haben, war sein Revier. Er hat diese Buddelei abgöttisch geliebt.

Unser Silchen

Und es gab ein tägliches Ritual: Jeden Morgen, nachdem er hörte, dass seine beiden Zweibeiner aufgestanden sind, war für Al Capone erstmal Frühsprt angesagt. Denn dann jagde Silchen die kleine Al Capone für einige Runden durchs Gehege. Ob das die Vorfreude auf das Frühstück war, oder einfach nur Lebensfreude war sein Geheimnis. Aber schon wenige Minuten, nachdem wir aufgestanden waren, lagen beide wieder vereint nebeneinander. Wie sie übrigens sehr oft nebeneinander lagen. Die beiden haben sich tief und inniglich geliebt.

Die beiden haben sich abgöttisch geliebt

Nur 2 Wochen nachdem Tessa 2015 an einer Aufgasung starb, fanden wir wieder an einem Freitag nachmittag Silchen mit einer Aufgasung im Gehege liegend vor. Auch hier wurde alles versucht, um gegen die Aufgasung anzukommen. Aber am kommenden Morgen, als wir mit ihm nochmals zu Notdienst gefahren sind, konnte die Tierärztin nur noch dafür sorgen, dass sein Leiden ein Ende hatte. Die Aufgasung war so mächtig, dass wir ihn gehen lassen mussten. Wovon Tessa und Silchen diese massive Aufgasung bekamen, bleibt wohl auf immer ein Rätsel.


Für unseren kleinen Sonnenschein from Ralf Bosse on Vimeo.