Lemmy war mein Wunschkaninchen. Der -damals noch kleine Kerl- wuchs zusammen mit seiner Schwester Tessa im Sauerland bei unserer Aktiven Suse auf. Und ich hatte mich auf Anhieb in ihn verliebt. Und so kam er mit Tessa zu als 2. GRuppe nach Al Capone und Bonnie zu uns. Die beiden lebten lange Zeit zu zweit in Innenhaltung in einem eigenen Gehege. Nachdem aber Marlene und Dietrich bei uns einzogen, musste das Gehege geteilt und eine Zwischenwand eingezogen werden. Das erwies sich aber auf Dauer als wenig optimal, denn Marlene und Tessa konnten sich zwar nicht sehen, aber riechen...besser gesagt sie konnten sich nciht riechen. Die beiden Weibchen zickten sich durch die Wand an und die Wand wurde immer mehr als Toilette benutzt. Da ich schon immer mal ein Außengehege haben wollte, zogen beide schließlich im September 2012 nach draußen. Damit sie auch Gesellschaft haben, sollte es eine 4er Gruppe mit Toni und Canny werden. Toni war sofort integriert, aber zwischen Canny und Tessa wollte es einfach nicht laufen. Und so entschlossen wir uns nach einigen Verletzungen schweren Herzens, die Zusammenführung mit Canny abzubrechen.
 
Lemmy


Aber die 3er Truppe funktionierte über viele Jahre hinweg einzigartig.
Die Kaninchenwelt schien in Ordnung zu sein. Für Tessa kam in die Männerrunde Lucy und Lilly und beide fügten sich so toll ein, dass wir eine grandiose Vierergruppe in Außenhaltung hatten. Aber es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn alles so geblieben wäre.



Lemmy und seine Schwester Tessa


Unser Lemmy, von uns immer der Dicke genannt, bekam irgendwann einen Schnupfen. Nun denn, es war tiefer Winter und auch wenn Kaninchen tiefe Minusgrade eigentlich ohne Probleme wegstecken, so wunderte es uns nicht wirklich. Also lernte ich Spritzen mit Antibiotikum zu setzen. Der Dicke nahm das alles relativ gelassen und es zeigte sich auch bald Besserung. Aber irgendwann fiel uns auf, dass der Dicke schwer atmete. Sehr schwer. Und er war nach wenigen Hopplern bereits aus der Puste. Also wurde geröngt und es wurde Wasser in der Lunge festegestellt. Aber das Wasser wollte und wollte nicht aus dem Körper gehen und eine spätere Röntgenaufnahme bestätigte schließlich den Verdacht: Tumor in der Lunge.


Lemmy mitten in der tollsten Dreiergruppe, die man sich vorstellen kann


Im Februar 2016, als es dem Dicken immer schlechter ging, entschlossen wir uns daher, ihn gehen zu lassen.